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Jobst Hahn im Soca auf dem Grand Canyon. Fotos M. Neumann |
Link zum Erfahrungsbericht von Jobst Hahn
Egal, ob Sie neu in denWildwassersport einsteigen wollen oder schon ein „alter Hase“ auf denWildbächen sind, die Allroundqualitäten des SOČA werden Sie schnell überzeugen. Er ist schnell, leicht zu kanten und zu rollen. Viel Volumen und die günstige
Formgebung im Vorderschiff bewirken ein sehr gutes Auftauchverhalten. Der insgesamt flache Querschnitt fast ohne senkrechte Kanten lässt den SOČA leicht unterschneiden. Der Flachboden macht viel Spaß auf derWelle. Diese Eigenschaften, das allgemein gutmütige Fahrverhalten sowie die hochwertige Sitzanlage lassen Sie schnell Eins werden mit diesem super
Allrounder.
SOČA Art.-Nr. 101911 € 1139,-
Material
HTP Hochleistungsthermoplast ist unserer Überzeugung nach das beste derzeit im Bootsbau verwendete Material. Daher gewähren wir eine Garantie von fünf Jahren auf die Bootshülle sowie eine lebenslange Rücknahmegarantie.
SOCA
| Technische Daten | Einsatzbereich | Ausstattung |
| Länge 254 cm | + + Creeken | Flex 6 Sitzsystem mit Shock-Absorber |
| Breite 63 cm | + + + + + Riverrunning | Sitzverstellung stufenlos |
| Gewicht 17,5 kg | + + + + Einsteiger | |
| Volumen 260 l | ++++ Spielpotential | |
| Zuladung 95 kg | ||
| Cockpit 90 cm |
Bewertung der Einsatzbereiche von +(gering) bis +++++(sehr gut)
Empfohlenes Zubehör
Erfahrungsbericht von Jobst Hahn
Ergonomie und Ausstattung:
Was beim ersten Reinsetzen sofort auffällt, ist das sehr große Platzangebot des Soca. Große Füße oder lange Beine stellen kein Problem dar. Das volumige Vorderschiff bietet genügend Platz, die Position der Schenkelstützen erlaubt eine angenehm breite, angewinkelte Beinstellung, was sich positiv auf das Handling auswirkt.
Der große Süllrand ermöglicht ein problemloses Ein- und Aussteigen, wodurch auch beim Notausstieg beide Knie genügend Platz haben.
Von der Ausstattung ist er so, wie man es von Prijon gewohnt ist: Flex-6-Sitzsystem, stufenlos verstellbare Schenkelstützten und ein breiter Beckengurt, welcher über Ratschen zu verstellen ist.
Was bei dem Boot zudem ein Ausstattungsschmankerl ist: die Prallplatte mit Schockabsorber. Praktischer Nebeneffekt dabei ist, dass sie das Verstellen der Füßstütze ermöglicht, ohne dabei aussteigen zu müssen. Das ist besonders angenehm, da man auf leichten Strecken in einer weiten Beinstellung fahren kann- bevor es aber dann wieder zur Sache geht, zieht man schnell an den Riemen und die Fußstütze sitzt bombenfest.
Bootsform und Fahrverhalten:
Optisch ist dem Soca schon aus der Ferne anzusehen, dass er für sich beansprucht, ein Riverrunner zu sein.
Mal sehen: das Vorderschiff weist einen deutlichen, runden Rocker auf, welcher in einen Flachboden übergeht. Dieser ist auf Höhe des Cokpits horizontal und steigt zum Hinterschiff ohne Rocker kontinuierlich an. Die innen liegenden Seitenkanten beginnen im vorderen Drittel, werden bis zur Bootsmitte hin stärker und schwächen sich im Hinterschiff wieder ab.
Das Hauptvolumen liegt im vorderen Cokpitbereich, das Vorderschiff ist oval, während das Hinterschiff flach ist. Praktisch sind auch die großen Plastik-Griffschlaufen, welche bei dem Soca verwendet wurden.
Jetzt aber von der schnöden Theorie zur Praxis. Ja, er ist ein Riverrunner- schnell, spurtreu und zuverlässig.
Die Paarung flaches, langes Unterschiff mit flachem Heck funktioniert. Geradeauslauf und Wendigkeit sind sehr gut vereint. Wenn es mal wuchtiger her geht, bringt den Soca so schnell nichts aus der Ruhe. Muss es doch mal schnell gehen, lässt sich das Boot auch in voller Fahrt über das Heck drehen, was vor allem den Techniker erfreut.
Schon fast anzunehmen ist dabei, dass der Soca durch sein langes Unterschiff den Spurt nicht scheut, wenn es darum geht, die Bierreserven am Raft als erstes zu erreichen. Sofern der Gegner nicht grad` Paddelgott himself ist, sei der Wettstreit von Erfolg gekrönt. Das spontane Aufspringen auf eine Welle ist somit auch kein Problem, man schaltet einfach auf Autosurf um. Ist die Welle groß genug, dann ist auch mal ein Spin drin, ansonsten lässt sich das Boot auch wunderbar carven.
Der innen liegende Kantenverlauf Unterschiff ermöglicht ein leichtes Aufkanten des Bootes und macht es resistent gegen Presswasser. Besonders Anfänger werden das zu schätzen wissen, da es für sie auch kein Problem darstellen wird, das Boot auf die Kante zu stellen oder es zu rollen.
Obwohl das Hinterschiff sehr flach ist und eine niedrige Wasserlinie hat, ist es dennoch gutmütig- auf der Kante gefahren, verleiht es eine gute Führung.
Seit langem ist der Soca wieder ein Boot, mit mit dem man ausgedehnt unterschneiden kann, wodurch die vielen kleinen Kehrwasserlinien wieder einen ernst zu nehmenden „Playspot“ darstellen. Steht das Boot mal auf dem Heck, lässt sich eine Pirouette nach der anderen drehen, bis einem schwindlig wird (hatte ganz vergessen wie geil das ist...)
Dadurch, dass die Volumenverteilung sich auf das Vorderschiff konzentriert und dieses durch seine „Ovalität“ eine geringere Oberfläche aufweist als das flache Heck, taucht der Soca sehr kontrolliert auf. Das macht sich beim Durchfahren großer Walzen bemerkbar oder auch hinter einer höheren Stufe erreicht man in Fahrtrichtung wieder die Wasseroberfläche.
Mein persönliches Fazit: Ein Boot, das Spaß macht und dabei den nötigen Komfort nicht missen lässt!








